Die Straßenbahn Bochum-Herne
Von der Elektrischen zur U35
Autor: Sven Binder
Straßenbahnen in den siebziger Jahren - dieses Thema führt bis zu 56 Jahre zurück in eine für den Nahverkehr interessante Zeit der Modernisierung und des Ausbaus von Streckennetzen zu ebener Erde, darüber und darunter und der fortschreitenden Modernisierung des Wagenparks. Der neue Begriff "Stadtbahn" soll das etwas angestaubte Image der "guten alten Tram" aufbessern, kommt aber hauptsächlich größeren Betrieben zugute. Zahlreiche mittelgroße und kleine Städte halten dagegen an der klassischen Straßenbahn fest, modernisieren aber dennoch.
Zwischen 1894 und 1989 waren die Städte Bochum und Herne durch eine der ersten elektrischen Straßenbahnen Westfalens miteinander verbunden. Mit der Eröffnung des Bahnhofs Herne, noch bevor das größere Bochum einen Eisenbahnanschluss erhielt, bestand bereits Mitte des 19. Jahrhunderts ein ausgeprägtes Verkehrsbedürfnis zwischen beiden Orten. Die "Elektrische" wie die Straßenbahn damals kurz genannt wurde ersetzte die zuvor auf der Strecke verkehrenden Pferdeomnibusse, bis sie selbst durch die U-Stadtbahn abgelöst wurde. Seitdem bildet die Linie U35 seit über 35 Jahren die erste und immer noch einzige unterirdische Verbindung zwischen zwei deutschen Städten.
Im Netz der BOGESTRA bildete die ehemalige Straßenbahnstrecke lange Zeit einen Fremdkörper, denn im Vergleich zu den übrigen Strecken bestanden hier historisch bedingt kompliziertere Besitzverhältnisse. Bis die BOGESTRA die Strecke Ende der zwanziger Jahre erwerben konnte, hatte sie auf dieser lediglich die Betriebsführung inne.
Die Geschichte der ersten Bochumer Straßenbahnstrecke und der heutigen Linie U35 wird in diesem Buch ausführlich dargestellt und mit zahlreichen Fotos, Plänen und weiteren Dokumenten illustriert. Der Straßenbahnverkehr in den letzten zehn Betriebsjahren wird zudem anhand einer Bilderreise mit zahlreichen Farbaufnahmen ausführlich dokumentiert.
Erscheinungstermin: Herbst 2026

